Montag, 14. November 2011
Vorfreude auf heute Abend
Kasabian heute ab 20.00 Uhr im ausverkauften Huxley's :) Bin sehr auf die Playlist gespannt. Wird hoffentlich ein guter Abend.
Dienstag, 8. November 2011
Bush (Support: Evaline), 07.11.2011, Huxley's Neue Welt, Berlin
Aber das Konzert gestern im Huxley's in Berlin war dagegen deutlich energiegeladener.
Zuvor spielten Evaline aus San Francisco ihr Supportset. Anfangs empfand ich die Jungs als etwas sperrig, der ADHS-Frontman sowie die Schrammelkings an Gitarre und Bass hätten einen Red Bull weniger vertragen können, der Sound war aber recht gut, und die Stimme des Sängers klingt nicht 08/15 mäßig. Aber die ersten Titel konnten mich noch nicht überzeugen, zur Mitte ihres Sets kams mir dann vor, als hätte die Band nen Schalter umgelegt, die zweite Hälfte war echt großes Kino, sehr klasse Songauswahl, insbesondere (und ich wünschte, ich hätte ne Setlist, dann wüsste ich wie die Titel hießen) als sich vier Mann an Schlagzeug und Trommeln betätigten, war ich im Glück. Einer meiner Chefs, der gestern Abend auch dort war, gab allerdings zu bedenken, dass der Poser von einem Schlagzeuger ungefähr zum selben Zeitpunkt, als mir die Band anfing zu gefallen, sein Shirt ausgezogen hat, aber ehrlich, das kann meine Meinung definitiv nicht beeinflusst haben, zumal mir das auch erst sehr spät aufgefallen ist *lach*. Am Ende des Beitrags hier gibts einen kleinen Musikhappen, den ich beim Konzert mitgefilmt habe, da könnt ihr euch dann selbst ein Bild machen.
Rossdale hat noch ordentlich Pfeffer, aber man merkt schon, dass ein paar Jahre seit den letzten Konzerten ins Land gegangen sind. Die Hüpfer sind eher verhalten und Stagediving ist auch aus. Ein Glück, möchte man sagen, wenn man mehrfach beobachtet hat, wie Rossdale bei früheren Konzerten immer ausgerechnet in die Ecken mit den kleinen Teeniemädchen gesprungen ist, die ihn nicht halten konnten *lach*, wenigstens hat er dazugelernt und klettert nun mehr von der Bühne runter über die Absperrung und läuft durchs Publikum... Und wie CharlesDexterWard mir gestern schon twitterte, ansehnlich ist der Herr natürlich auch immer noch (nur über die Bühnenklamotten sollte man nochmal nachdenken, die waren grässlich).
Als Zugabe gabs unter anderem auch wieder das Beatles "Come Together" Cover, und schlussendlich war ich nassgeschwitzt als ich raus in die Kälte kam und im Großen und Ganzen ziemlich zufrieden mit dem Abend. Eine gut aufgelegte Band, der man ein wenig Nervösität angemerkt hat (hat Rossdale zwischendurch tatsächlich Berlin mit Hamburg verwechselt?), die aber noch nicht müde und gesättigt wirkt, so dass zu hoffen bleibt, dass da noch ein bisschen mehr kommt.
Sollte sich wer bei setlist.fm erbarmen und die Songs niederschreiben, die Bush zum Besten gebracht haben, werde ich diese hier noch einfügen.
Und zum Abschluss die erwähnten Evaline mit "Beneath The Fire".
Edit:
Und hier noch nachträglich die Setlist.
The Heart of the Matter, The Sound of Winter, All My Life, Little Things, Everything Zen, All Night Doctors, Greedy Fly, Swallowed, The Chemicas Between Us, The People That Whe Love, Machinehead, The Afterlife
Zugaben: Come Together (Beatles cover), Glycerine, Comedow
Freitag, 4. November 2011
Rock stirbt nicht aus ...
... so lange es so putzige Nachfolger gibt, die mal eben Metallias "Enter Sandman" covern, und das alles andere als schlecht.
Samstag, 17. September 2011
Kitty, Daisy & Lewis - live in der C-Halle, Berlin, 16.09.2011
Die Geschwister Durham treten gemeinsam mit ihren Eltern - Graeme Durham an der Gitarre und die wahnsinnig gute Ingrid Weiss am Kontrabass - auf. Zu fünft und mit dem bald 80jährigen Gasttrompeter Eddie Tan Tan" Thornton ist es einfach nur fantastisch, welche Energie und Lebensfreude diese Gruppe rüberbringt, und zwar ohne, dass da wer über die Bühne hüpfen muss, sondern nur dank ihres unglaublichen Talents. Die drei sind Multiinstrumentalisten, wechseln sich daher auch häufiger an den Instrumenten ab, während die jüngste - Kitty - ein wahres Genie an der Mundharmonika ist, die älteste - Daisy - einen recht eigenwilligen Drumstil hat und der mittlere - Lewis - ein begnadeter Gitarrist ist. Dass sie seit ihrer Kindheit zusammenspielen, merkt man daran, dass sie sich blind verstehen, perfekt aufeinander eingespielt sind.
In ihrer Setlist wechseln sich uriger Rhythm & Blues, Dixieland und Bluegrass ab, als Eddie Tan Tan" Thornton die Bühne entert, gibts auch leichte Jamaica-Klänge zu hören, dann wieder fühlt man sich am Strand von Honolulu. Der Sound ist erdig und rauh, der Rhythmus - der dank Bass und Drums immer im Fokus steht - geht sofort in die Beine, oder man müsste schon völlig apathisch sein. Während Lewis eher croont, Kitty eine warme, sehr weibliche Stimme hat, klingt Daisy im Gesang geradezu schnoddrig-frech. Auf diese Weise ergänzen sie sich gegenseitig.
Diese geballte Ladung Talent, überdies noch garniert dadurch, dass alle drei auch noch hübsch aussehen und sich recht unglamourös bescheiden geben, ließ mich in einer Mischung aus purer Begeisterung, Respekt und blankem Neid zurück *lach*. Die Partystimmung im Publikum tat ihr Übriges, erwähnenswert hier vielleicht, dass das Durchschnittsalter eher bei 35+ lag, und somit ganz junge Fans in der totalen Minderheit waren. Das erlebe ich sonst eher andersherum.
Im Vorprogramm spielte die bezaubernde Gemma Ray, die in ihrem braven Mädchenkleid mit Gitarre und unterstützt von zwei weiteren Musikern schöne, bisweilen sehr dramatische Songs zum Besten gab, ein wenig Blues, ein wenig Country, ein bisschen Surferballade, sehr mädchenhaft mit klugen Texten. Für mich gestern eine echte Entdeckung und der perfekte Einstieg in einen fantastischen Konzertabend! Das Konzert wurde gefilmt und sollte eigentlich als Live-Stream auf der RollingStone-Seite zu sehen sein, kann dort aber nix finden.
Hier noch ein Kitty, Daisy & Lewis-Mitschnitt von "Polly Put The Kettle On"
Mehr hier.
Montag, 12. September 2011
Der Konzertherbst ist eröffnet
Nach einer kleinen, zweimonatigen Sommerpause gehts für mich konzerttechnisch wieder in die Vollen. Den Anfang machte am vergangenen Freitag der erste Tag des Berlin Festivals, der mich wieder daran erinnerte, dass Live Musik einfach das Schönste überhaupt ist *lach*.
In den nächsten Monaten freue ich mich auf Kitty, Daisy & Lewis (am Freitag) - mal was ganz anderes, wenn man meinen Musikgeschmack sonst so kennt, der November ist mit Bush (alte Liebe rostet nicht), Kasabian und The Wombats prall gefüllt, und für Dezember stehen The Vacchines an. Mal schauen, ob ich im Oktober um meinen Italienurlaub herum noch was unterkriege, vielleicht doch Band of Skulls???
Das wird ein guter Herbst :)