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Donnerstag, 9. Juni 2011

The Pretty Reckless, 07.06.2011, C-Club, Berlin

tpr_taylorEin paar Worte zum Konzert von The Pretty Reckless am vergangenen Dienstag möchte ich doch noch schnell loswerden. Ich hatte im Vorfeld die Vermutung, mich dort als Enddreißiger unter all den Teenies wie Oma Duck zu fühlen, was sich bei den Ausweiskontrollen am Eingang auch erstmal bestätigte, als ich dem Ordner anbot, auch meinen Pass zu zeigen und der nur abwinkte *lach*. In der Halle zeigte sich dann, dass sich auch andere im "hohen Alter" zur Musik von Taylor Momsens Band hingezogen fühlen, schließlich ist es doch einfach "nur" gute, altmodische Rockmusik.
Der ohnehin schon überschaubare C-Club war nur zu einem guten Drittel gefüllt, was ich ein bisschen schade fand, vielleicht hätte man doch eher auf eine kleinere Halle ausweichen sollen. Als Support stand die Hamburger Band Parashurama auf der Bühne, deren Sound mir richtig gut gefallen hat, wenn ich auch kein Fan dieser überlangen, endlos ausgedehnten Songs bin. Nach deren halbstündigem Set folgte eine etwas lange Umbaupause, die, wenn ich es recht mitbekommen hab, technischen Schwierigkeiten geschuldet war, bis dann Momsen mit ihrer Band auf die Bühne kam. Die 17jährige trat quasi in Unterwäsche auf, zu der sich beim Introsong "Since You're Gone" noch eine Lederjacke dazugesellte und bewies Bühnenpräsenz und eine richtig gute Livestimme. Ich hab TPR ja erstmals auf dem Soundtrack zu "Scott Pilgrim vs the World" wahrgenommen, ohne damals zu wissen, wer sich hinter dem Bandnamen verbirgt und war dann sehr überrascht, dass diese reife, sehr rockige Stimme von dem "Gossip Girl" Star stammt. Das Mädel hat ziemlich gerockt, ihre Musiker ebenfalls, die Songauswahl hat mir auch gut gefallen. Passte alles perfekt zusammen. Aus dem Publikum flogen diverse Wäscheteile Richtung Momsen, und zwei Mädchen zeigten sich bereit, ebenfalls ihre T-Shirts zu lüften und mit Taylor gemeinsam zu "Goin' Down" auf der Bühne zu tanzen, was entspannt und nett wirkte. Ein paar Mütter, die in meiner Umgebung standen und ihre minderjährigen Töchter zum Konzert begleitet haben, waren von der Offenherzigkeit Momsens scheinbar weniger begeistert, ich fands jedoch nicht schlimm, zumal eine sehr angenehme Partystimmung in der Halle herrschte.
Schade nur, dass The Pretty Reckless inklusive einer Zugabe tatsächlich nur 45 Minuten auf der Bühne standen, also das kann man höchstens als "Stippvisite" bezeichnen.
Also gerne nochmal und dann bitte ein bisschen länger!
Hier noch ein kleiner Ausschnitt:

Dienstag, 25. September 2007

Ladies Love Cool J, C-Club, 26.09.2007

LLCoolJ_ToddSmith Einen schönen Mann kann nichts entstellen? Doch, ein langweiliges Konzert. Ich hab mich ja gestern wirklich auf den LL Cool J-Abend gefreut. An die Karten sind die Berlinerin und ich umsonst über TwoTickets gekommen - wie offenbar sehr viele andere Menschen auch. Die Columbiahalle war nicht mal zu zwei Dritteln gefüllt (wenn man die Galerie oben mitrechnet), und extrem viele Besucher kamen über unzählige, unterschiedliche Gästelisten rein. Mitunter haben wir uns gefragt, ob überhaupt einer der Gäste die 40€ fürs Ticket bezahlt hat. Wie wir später erfuhren, muss es am Vorabend in Köln sogar noch leerer gewesen sein. Wie kann das sein? habe ich mich gefragt. LL Cool J, seit 20 Jahren aktiver Rapper, bekannt durch Musik und Film, zweimaliger Grammy-Gewinner, und (rein optisch betrachtet) mehr als sehenswert. Die Antwort darauf gabs dann später.