Normalerweise verbanne ich ja jegliche Werbung auf meinen Blogs. Durch Zufall hab ich jedoch vor einigen Tagen auf YouTube die "Empty Space"-Reihe von Converse entdeckt. Bekannte Acts spielen live in cooler Kulisse (ohne Publikum, weil "empty") einen ihrer Songs. Produziert werden diese in einer Zusammenarbeit von Converse und La Blogotheque, und die Showcases finden immer in speziellen Locations ins Paris statt.
So geschehen bisher u.a. von den Foals in der Bibliothèque de l'Hôtel de Ville de Paris im Februar 2013 mit ihrem Titel "Late Night" oder Franz Ferdinand mit "Love Illumination" in Hotel de Crillon im Juli 2007.
Weitere Künstler waren bisher Sigur Rós und Suuns.
Ich finde, dabei sind bisher echt sehenswerte inoffizielle Videos rausgekommen, und werde die Reihe in jedem Fall weiterverfolgen.
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Sonntag, 29. September 2013
Dienstag, 24. September 2013
Franz Ferdinand, 20.09.2013, Volksbühne Berlin
Endlich!!! Wie lange wollte ich Franz Ferdinand schon live sehen, aber entweder hat es zeitlich nicht gepasst (auch diesmal hatte ich eigentlich ein Ticket für Portugal.The Man, bin das aber doch noch losgeworden, man muss ja Prioritäten setzen), oder es ging dann schon in die viel zu großen Hallen für viel zu viel Geld.
Da passte es doch, dass die Briten die neue Saison in der Volksbühne Berlin mit ihrem Konzert einläuteten, in einem überschaubaren Rahmen (fast zum Anfassen) und für nicht mal 30 Euro. Die Konzerttour im nächsten Frühjahr, die nach Hamburg, Köln, Wiesbaden und München führt, wird dann wieder deutlich teurer.
Und was soll ich schreiben? Schön wars. Natürlich. 90 Minuten pures Tanzvergnügen mit lauter ausgelassenen Menschen um mich herum, die es glücklicherweise schon beim ersten Ton nicht mehr auf den Sitzen der (bestuhlten) Volksbühne hielt und sowohl alte als auch neue Songs gut aufgenommen haben. Während wir Fans es genossen, die Band mal in so einer kleinen Location zu erleben, war der Abend für Franz Ferdinand natürlich eine perfekte Marketingstrategie. Wie sonst kann man das gerade vor einem Monat in den Regalen angekommene neue Album "Right Thoughts, Right Words, Right Action", welches bei mir seit Wochen hoch und runter läuft, es ist einfach so geil!!, besser promoten? So spielten sie auch (bis auf "The Universe Expanded" und "Brief Encounters") fast alle neuen Songs und füllten die Lücken mit ihren größten Hits, wobei die Mischung einfach sehr gut passte. Eigentlich kam man gar nicht zum Verschnaufen, zumal die Titel live auch alle viel druckvoller und rockiger klingen als im Studio abgemischt. Da war "Fresh Strawberries" als Intro ein geradezu milder Einstieg ins Konzert.
Ich hätte mir Alex Kapranos etwas geschwätziger vorgestellt, aber gut, ich brauch da auf der Bühne auch nicht unbedingt nen Conférencier, er war gut bei Stimme und hatte wie die anderen Ferdinands offensichtlich beste Laune, wobei Bassist Robert Hardy doch leicht stoffelig wirkte. Was ich schön fand, war dass man nicht das Gefühl hatte, eine total satte Band zu erleben, denen man anmerkt, dass sie bestimmte Hits nur noch aus Pflichtgefühl runterspulen, sondern sich so präsentieren, als gelte es auch für sie noch etwas zu beweisen. Deswegen machts eben doppelt Spaß, einer Wüstenrockambition wie "Love Illumination" zu lauschen oder der schön langgezogenen Hommage an Giorgio Moroders/Donna Summers Discohit "I Feel Love" mit "Can't Stop Feeling". Mein Lieblingssong vom Album - "Bullet" - durfte natürlich auch nicht fehlen, das ist immer der Titel, bei dem ich von anderen Leuten in der Berliner S-Bahn leicht schräg angeguckt werde, weil ich mit fettem Grinsen im Gesicht und Kopfhörern im Ohr zur für andere nicht hörbaren Musik sitztanze.
Alles in allem ein sehr gelungener Abend.
Hier ein Video (nicht von mir) zu "Can't Stop Feeling":
Setlist lt. setlist.fm:
Fresh Strawberries / No You Girls / Right Action / Do You Want to / Tell Her Tonight / Evil Eye / The Dark of the Matinée / Walk Away / Stand on the Horizon / Can't Stop Feeling / The Fallen / Bullet / Michael / This Fire / Take Me Out / Love Illumination
Zugaben:
Treason! Animals / Ulysses / Goodbye Lovers & Friends / Jacqueline
Da passte es doch, dass die Briten die neue Saison in der Volksbühne Berlin mit ihrem Konzert einläuteten, in einem überschaubaren Rahmen (fast zum Anfassen) und für nicht mal 30 Euro. Die Konzerttour im nächsten Frühjahr, die nach Hamburg, Köln, Wiesbaden und München führt, wird dann wieder deutlich teurer.
Und was soll ich schreiben? Schön wars. Natürlich. 90 Minuten pures Tanzvergnügen mit lauter ausgelassenen Menschen um mich herum, die es glücklicherweise schon beim ersten Ton nicht mehr auf den Sitzen der (bestuhlten) Volksbühne hielt und sowohl alte als auch neue Songs gut aufgenommen haben. Während wir Fans es genossen, die Band mal in so einer kleinen Location zu erleben, war der Abend für Franz Ferdinand natürlich eine perfekte Marketingstrategie. Wie sonst kann man das gerade vor einem Monat in den Regalen angekommene neue Album "Right Thoughts, Right Words, Right Action", welches bei mir seit Wochen hoch und runter läuft, es ist einfach so geil!!, besser promoten? So spielten sie auch (bis auf "The Universe Expanded" und "Brief Encounters") fast alle neuen Songs und füllten die Lücken mit ihren größten Hits, wobei die Mischung einfach sehr gut passte. Eigentlich kam man gar nicht zum Verschnaufen, zumal die Titel live auch alle viel druckvoller und rockiger klingen als im Studio abgemischt. Da war "Fresh Strawberries" als Intro ein geradezu milder Einstieg ins Konzert.
Ich hätte mir Alex Kapranos etwas geschwätziger vorgestellt, aber gut, ich brauch da auf der Bühne auch nicht unbedingt nen Conférencier, er war gut bei Stimme und hatte wie die anderen Ferdinands offensichtlich beste Laune, wobei Bassist Robert Hardy doch leicht stoffelig wirkte. Was ich schön fand, war dass man nicht das Gefühl hatte, eine total satte Band zu erleben, denen man anmerkt, dass sie bestimmte Hits nur noch aus Pflichtgefühl runterspulen, sondern sich so präsentieren, als gelte es auch für sie noch etwas zu beweisen. Deswegen machts eben doppelt Spaß, einer Wüstenrockambition wie "Love Illumination" zu lauschen oder der schön langgezogenen Hommage an Giorgio Moroders/Donna Summers Discohit "I Feel Love" mit "Can't Stop Feeling". Mein Lieblingssong vom Album - "Bullet" - durfte natürlich auch nicht fehlen, das ist immer der Titel, bei dem ich von anderen Leuten in der Berliner S-Bahn leicht schräg angeguckt werde, weil ich mit fettem Grinsen im Gesicht und Kopfhörern im Ohr zur für andere nicht hörbaren Musik sitztanze.
Alles in allem ein sehr gelungener Abend.
Hier ein Video (nicht von mir) zu "Can't Stop Feeling":
Setlist lt. setlist.fm:
Fresh Strawberries / No You Girls / Right Action / Do You Want to / Tell Her Tonight / Evil Eye / The Dark of the Matinée / Walk Away / Stand on the Horizon / Can't Stop Feeling / The Fallen / Bullet / Michael / This Fire / Take Me Out / Love Illumination
Zugaben:
Treason! Animals / Ulysses / Goodbye Lovers & Friends / Jacqueline
Sonntag, 6. Dezember 2009
Rückblick 2009: Januar
Im Januar hat Marv ("Sin City") meinen Blogheader verschönt, ein neues Konzept habe ich damit aufgestellt, monatlich wurde seitdem der Header geändert und bekannte Klassiker der Filmgeschichte lieferten den Rahmen für meine Ideen, als Nicht-Grafiker hat mich das manchmal vor Probleme gestellt, aber glücklicherweise entdeckte ich dann dieses kleine Tool namens Gimp :)
Frohen Mutes bin ich in das Jahr 2009 geschliddert. Zu Beginn eines neuen Jahres bin ich immer so hin- und hergerissen zwischen freudiger Erwartung und pessimistischer Grundhaltung, dass auch ein neues Kalenderjahr nicht DIE erhoffte Änderung mit sich bringen wird, wobei man häufig gar nicht genau weiß, worin sie bestehen sollte.
Der Januar war kalt, so weit ich mich erinnern kann, meinen Kaninchen habe ich einen Vorhang an den Rücken ihres Käfigs gebastelt, damit sie keine Zugluft abbekommen. Ich erinnere mich auch an das viele Glatteis und die Streuwagen, die irgendwie immer nur da fuhren, wo sie keiner brauchte, zumindest bekam man im Laufe der Zeit das Gefühl.
Zwei neue Blogfreunde kamen dazu - Fleming und Flightattendantlovesmovies, ein netter Zuwachs für die Blogcommunity, und bei beiden lese ich immer wieder gerne. Gerade die Geschichten Flemings, bei denen man manchmal nicht genau weiß, schreibt er jetzt über ein eigenes Erlebnis, wie viel davon ist ausgedacht, sind lesenswert. Und unsere Stewardess versorgt uns mit den neuesten Filmreviews von Filmen, die hierzulande meist erst nach Monaten anlaufen.
Die Golden Globe Verleihung habe ich live mitgetickert, im kommenden Jahr werde ich mich da wohl eher mit Twitter beschäftigen und hier nur noch die Zusammenfassung reinstellen. Aber schön wars, hab mit Kate Winslet geweint.
Bei der Bekanntgabe der Oscar-Nominierungen habe ich dann, glaube ich, permanent nur den Kopf geschüttelt, speziell die "Tropical Thunder"-Nominierung für Robert Downey jr haut mich - nach fast einem Jahr - immer noch um.
Überhaupt Film: Der Januar war bei mir ein echter Filmmonat: "Transporter 3", "Righteous Kill", "Bedtime Stories", "Sieben Leben", "Twilight", "Zeiten des Aufruhrs", "Der seltsame Fall des Benjamin Button" - ziemlich unterschiedlicher Genremix. Dabei war "Transporter 3" sicherlich die Enttäuschung des Monats, "Twilight" hatte zu dem Zeitpunkt zwar schon einen Hype ausgelöst, war aber noch weit entfernt von dem, was uns im November mit "New Moon" an Hysterie beschert wurde. Dass ich in der Fortsetzung Monate später zwischen kreischenden Teenies im Kino sitzen würde, hätte ich mir im Januar noch nicht vorstellen können. Was Nachhaltigkeit anbetrifft, so gilt Sam Mendes "Zeiten des Aufruhrs" für mich immer noch als Highlight - des Januars sowieso, aber auch des Jahres. Ein zeitloser Film, der auch in zehn Jahren das Publikum noch berühren wird mit seiner klugen, sensibel erzählten Geschichte einer Ehe am Abgrund und mit außergewöhnlichen Darstellerleistungen von Kate Winslet und Leonardo DiCaprio.
Im TV gabs nicht viel Neues: "Terminator - Die Sarah Connor Chroniken" starteten auf Pro7 mit mauen Quoten. Keiner wollte die coole Lena Headey als Sarah Connor und Summer Glau als Terminatorin sehen, schade eigentlich, jedoch blieb der Serie auch im US-TV kein Erfolg beschieden, nach zwei durchwachsenen Staffeln wurde die Produktion eingestellt, und auch Pro7 beförderte die erste Staffel irgendwann ins Nachtprogramm.
Die 6. Staffel von DSDS erfreute oder beschämte uns auf RTL wieder mit den Castingsendungen, in denen so viele Menschen sich zum Affen machen, dass man hinterher am liebsten seine Staatsangehörigkeit ändern möchte. Das bringt mich zum nächsten Thema, nämlich
Musik
Schon Wochen zuvor verwirrte US-Schauspieler Joaquin Phoenix mit der Ansage, seine Schauspielkarriere an den Nagel zu hängen und stattdessen lieber einen Neuanfang als Rapper zu wagen. Seine Gehversuche im harten Hip Hop Business sollten von Casey Affleck auf Film gebannt werden. Im Januar dann kursierten erste Videos von Phoenix' Liveauftritten in kleineren Clubs durchs Netz, die dem Betrachter echt Angst machen. Alles nur ein PR-Gig, oder meint der Mann das wirklich ernst?
Wirklich ernst meinten es im Januar dagegen andere Künstler. Die Eagles of Death Metal veröffentlichten ihr drittes Album "Heart on", welches auch auf dem deutschen itunes schon seit November erhältlich war (oder ich hatte Glück?), das herrliche Partyalbum habe ich entsprechend bereits im November 08 besprochen und muss daher nicht näher darauf eingehen.
Sonstiges: Im KaDeWe wurde in der Nacht zum 25.01. Schmuck im Wert von 5 Mio Euro gestohlen, ein spektakulärer Raub ohne Spuren am Tatort und ohne, dass Alarm ausgelöst wurde. Perfekte Planung, die den Schluss nahelegten, dass die Täter einen Insider im KaDeWe hatten. Tagelang beherrschte das Thema die Berliner Presse, Vergleiche zu "Oceans' Eleven" oder "Rififi" wurden gezogen, bis sich dann einen Monat später schon alles aufklärte.
Bei der hessischen Landtagswahl am 18.01. zeigte sich schon, wohin die Reise für die SPD auf bundespolitischer Ebene hinführen würde.
Am 15.01. notwasserte der Airbus A-320 der Linie US-Airways auf dem Hudson River in New York. Die spektakuläre Landung des Piloten Chesley Burnett Sullenberger III. (allein für den Namen sollte es einen Orden geben) rettete damit Passagieren und Crew das Leben.
Die Links zum Eintrag:
Golden Globe Verleihung
Transporter 3
Righteous Kill
Bedtime Stories
Sieben Leben
Twilight
Zeiten des Aufruhrs
Der seltsame Fall des Benjamin Button
Joaquin Phoenix rappt
Eagles of Death Metal - Heart on
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