Mittwoch, 5. November 2008

Eagles of Death Metal - Heart On (Partymusik gesucht? HIER!)

EODM Juhu. Seit Ende Oktober ist die neue, mittlerweile dritte Scheibe der Eagles of Death Metal im Handel (bei Amazon übrigens zu einem unverschämten Preis von 20€! Da lohnt sich dann iTunes.). "Heart On" führt den Weg seiner Vorläufer konsequent weiter. Schmutziger, höchst rhythmischer und tanzbarer Minimalisten-Rock mit schrammeligen Gitarren, Falsettgesang. Kurze, knackige Songs und sexy ohne Ende! Also wer immer schon mal wissen wollte, zu welcher Musik Frau Flinkwert nicht still sitzen kann - nicht mal jetzt, während sie den Eintrag schreibt - der ist jetzt schlauer.
Was Jesse Hughes und Josh Homme hier gezaubert haben, macht erneut unendlich viel Spaß. Die Titel klingen wieder ähnlich roh wie auf dem Debut "Peace Love Death Metal", aber auch experimentierfreudiger als beide vorherigen Alben. Schön, zeigt dies doch deutlich, dass sich die Eagles musikalisch in keiner Sackgasse befinden, sondern da immer noch etwas geht.
Die Anfänge der Rolling Stones (als sie sich noch nicht xml wiederholt haben) klingen in einigen Tracks durch, speziell im Opener "
Anything 'Cept the Truth" oder "How Can a Man with So Many Friends Feel So Alone". "Tight Pants" klingt richtig fett produziert, und man meint, Billy Gibbons (ZZ Top) an der Gitarre zu hören. Darauf folgt "High Voltage", der so klingt, wie der Titel es verspricht und sich auch auf dem letzten Millionaire-Album (oder einer Desert Sessions) finden könnte. Die erste Singleauskopplung "Wannabe in LA" ist ein echter Stimmungsmacher und als Anspieltipp empfohlen. "Secret Plans" ist dann wieder ein 1A Zappelsong. Bei "Now I'm A Fool" versucht sich Jesse Hughes bei einer langsameren Nummer zu behaupten, gut, dafür ist sein Stimmchen ein bisschen zu dünn. Kein Totalausfall der Titel, aber auch nicht überzeugend. Mit "Shoot To Kill" geht's dann wieder rockiger weiter, hier ist der Einfluss Hommes ziemlich deutlich zu hören, finde ich (nicht nur wegen des Falsett-Gesangs) ebenso wie bei "Cheap Thrills", der ebenfalls gut auf ein QOTSA-Album passen könnte, als Bonus Track oder so. "Solo Flights" ist dafür dann leider wirklich überhaupt nicht mein Ding, ein Titel, den ich weiterskippe, weil er mich geradezu nervös macht. Wird aber glücklichweise durch "Prissy Prancin'" und "I'm Your Torpedo" wieder ausgebügelt, letzterer mit einem klasse Rhythmus und so schön dreckig dahingesungen. Toll.


Ja, was soll ich noch schreiben? Bin hin und weg und freue mich schon jetzt auf das nächste Live-Konzert!

Wertung: 5 v. 5 Pkt

Eagles of Death Metal - Heart On
Cooperativ (Universal), erschienen am 31.10.08
Genre: Rock




Heart_Innen

Wannabe in LA

Die aktuelle Single der Eagles of Death Metal. Cooles Video wie ich finde. Simpel und doch effektiv. Oder effizient - Chica, wie war das nochmal? *lach*
Eine Beschreibung ihres neuen Albums "Heart On" folgt natürlich!






Kaiser Chiefs - Off With Their Heads

KaiserChiefsIm vergangenen Herbst habe ich an dieser Stelle äußerst begeistert von dem KC-Konzert in der Berliner Columbiahalle geschwärmt. Ich mochte ihr erstes Album "Employment" ganz gerne, war dann von dem Nachfolger aus 2007 "Yours Truly Angry Mob" völlig hingerissen. Beste britische Popperlen, die man sowohl im stillen Kämmerlein für sich hören als auch bei anderen Gelegenheiten (wie im Konzert) laut mitgröhlen kann. Musik, die gute Laune macht und mich morgens auf dem Weg zur S-Bahn mit Hilfe meines iPods beschwingt in den Tag brachte. Kopfnicken und Fußwippen inklusive.
Das ließ schon erahnen, dass das dritte Album fast nur noch schwächer werden könnte. Seit dem 17. Oktober ist es nun hierzulande im Handel: "Off With Their Heads". Nun, geköpft wird da keiner, so viel lässt sich gleich vorwegnehmen. Ich mag die eingängigen Melodien der Chiefs, mag Ricky Wilsons Art zu singen, immer ein bisschen durch die Nase, etwas schnoddrig. Die Nähe zu den Kinks ist glücklicherweise auch noch vorhanden. Aber die neuen Songs klingen mir einfach zu poppig, als hätten die Jungs mehr auf die Bremse als aufs Gaspedal gedrückt. Der Sound ist nahezu perfekt, was mir persönlich zu glatt wirkt. Mark Ronson mag ein genialer Produzent sein, aber diese minimale Kleinst-Punk-Attitüde hätte er der Band aus Leeds ruhig lassen können. Perfektion auf Kosten von Leidenschaft. Sicherlich schafft es auch der eine oder andere Song, mich mitzureißen und wird sich in eine meiner Playlisten wiederfinden, jedoch wie bisher das Album in Gänze hören, werde ich in diesem Fall wohl nicht mehr. Die guten: "Tomato In The Rain" (der Anfang ist alleine schon ziemlich klasse), "Half The Truth" (m.E. der einzige wirklich tanzbare Song der Scheibe), "Addicted To Drugs". Das wäre dann das letzte Drittel, da wartete ich also lange auf einen richtig guten Titel. Der Rest wäre dann eher mit mäßig zu beschreiben.

P.S. Allerdings habe ich festgestellt, dass die aktuelle Single, nämlich "Never Miss A Beat" zur Hymne der Telefonzentrale meiner Firma werden könnte... *lach* It's cool to know nothing... *sing*

Wertung: 2,5 v. 5 Pkt

Kaiser Chiefs - Off With Their Heads
Polydor, erschienen am 17.10.2008
Genre: Pop

Never Miss A Beat

Das Video zur aktuellen Kaiser Chiefs Single "Never Miss A Beat". Eine kurze Beschreibung des Albums "Off With Their Heads" folgt.






Ein Quentchen Trost musikalischer Art...

... da ich leider noch bis Freitag Abend warten muss, bis ich den neuen Bond "Ein Quantum Trost" sehen kann, vertreibe ich mir mal heute die Zeit mit dem zweitliebsten Gesprächsthema von mir, nämlich Musik. Die ist ein wenig zu kurz gekommen in den letzten Monaten, dabei habe ich doch gerade den mehr oder weniger erfolgreichen iTunes-Großeinkauf hinter mir mit sehnlichst erwarteten neuen Scheiben z.B. von Calexico, den Kaiser Chiefs, natürlich den Eagles Of Death Metal etc.
Also wird mein Blog am heutigen Tage ganz meinem musikalischen Geschmack gewidmet. Da muss der kernige 007 halt noch warten!