Donnerstag, 23. Juli 2009

Gibt's denn sowas?

Ich gucke tatsächlich nach langer Zeit "GZSZ", und zwar nur, weil "Mando Diao" auftreten *lach*. Blöd nur, dass die Darsteller immer dazwischen quatschen müssen :(

Montag, 20. Juli 2009

Eurovision Song Contest 2010 doch mit Hilfe von Raab

Die Netzeitung schreibt heute, dass Stefan Raab nach langen Verhandlungen mit der ARD nun doch in die Vorauswahl des dt. Teilnehmers involviert sein.
Der Plan klingt kompliziert, ist aber ganz simpel: es wird insgesamt 8 Sendungen geben, in denen 20 durch ein bundesweites Casting ausgewählte Künstler gegeneinander antreten. 5 Auswahlshows, die allesamt auf Pro7 ausgestrahlt werden, dann ein Viertelfinale - dieses sendet die ARD -, ein Halbfinale (wieder Pro7) und schlussendlich das Finale in der ARD. Über die Kandidaten wird eine Jury entscheiden, bestehend aus Raab und ausgewählten Vertretern der "Musik- und Entertainmentbranche" (ich hoffe jetzt nicht, dass dies bedeutet Thomas Stein und DJ Bobo *lach*). Da wird man dann nächstes Jahr wieder staunend feststellen, wen man da am 29.05.10 nach Oslo schickt, Stefan Raab traue ich zwar eine bessere Auswahl der Musikstücke zu, anderen Jurymitgliedern aber nicht unbedingt.

Donnerstag, 25. Juni 2009

Dimestore Diamond

Habe mir gestern das neue Album von Gossip geladen ("Music for Men") und bin ziemlich hin und weg von der Scheibe. Ich finde zwar, dass man durchaus merkt, dass Rick Rubin den Sound von Gossip ein wenig geglättet hat, trotzdem überzeugen die Titel. Aber mein absoluter Liebling ist "Dimestore Diamond", gleich der Eingangssong. Traumhaft. Das habe ich heute morgen auf dem Weg zur Arbeit quasi in Heavy Rotation gehört (auch mal schön, das Fahrrad wegen Regens stehen zu lassen und mal wieder iPod zu hören).
Hier ist er (in dem YouTube-Video sieht man nix, daher das Miniformat):






Montag, 18. Mai 2009

Nach dem ESC ist vor dem ESC

Was mich ja jedes Jahr aufs Neue und am meisten amüsiert, ist die Berichterstattung nach der (schon regelmäßigen) deutschen Pleite bei dem Song Contest. BILD zitiert gerade mit größter Freude den ARD-Koordinator Unterhaltung, Thomas Schreiber, der sich "für radikal neue Wege" in der Suche nach dem nächsten Teilnehmer ausspricht. BILD meint auch zu wissen, dass ARD und Pro7 sich an einen Tisch setzen wollen, um die Mission Sieg gemeinsam anzupacken. Vielleicht mit Raabs Hilfe?
So frage ich mich alljährlich, warum man sich nicht einfach mal weniger Druck aufbürdet, statt dass man die gesamte Veranstaltung zu einem Viertel (von unseren Gebühren) bezahlt und daher meint, unbedingt gewinnen zu müssen? Etwas weniger Finanzspritze und eine Bewerbung wie von allen anderen Teilnehmerstaaten auch, die vielleicht schon im Halbfinale endet (Risiko also inkl.), und dann trauert man ein wenig und versucht es im nächsten Jahr wieder. Das wäre doch viel entspannter. So wie jetzt wirkt es immer, als wäre da ein Krieg zu gewinnen und kein popeliger Song Contest.
Jetzt werden sich also wieder alle überschlagen, mit neuen und besseren Ideen. Ich warte schon auf den Kommentar von Ralph Siegel, und Bohlen wird sagen, wenn wir da einen Daniel Schuhmacher hinschicken würden, hätten wir bessere Chancen. Jeder meint, die Lösung parat zu haben, keiner denkt daran, dass dieser Wettbewerb einfach in erster Linie Spaß machen und den Ländern die Chance geben soll, sich da musikalisch zu präsentieren und den Contest ins eigene Land zu holen, um den Tourismus anzukurben. Dabei scheint der NDR auch nicht geschnallt zu haben, dass der ESC in Deutschland einen ganz anderen Stellenwert hat. Hier ist es bloß musikalische Unterhaltung, ein bisschen lästern oder ganz ignorieren, weil man das alles peinlich findet (genauso wie auch keiner DSDS guckt). Während in anderen Ländern da ein ganz anderes patriotischen Gefühl mitschwingt. Da möchte man, dass sein LAND gewinnt, damit man sich beim Sieg und der Ausrichtung des nächsten ESC ganz toll präsentieren kann. Da ist man stolz auf die Künstler, die man da hinschickt und drückt ihnen die Daumen, selbst wenn der Song nicht ganz dem eigenen Musikgeschmack entspricht. So fahren die Künstler anderer Länder teilweise mit ganz anderem Rückenwind im Gepäck zu ihrem Auftritt. Deswegen können die Franzosen auch eine Patricia Kaas schicken und für England entblödet sich Sir Andrew Lloyd Webber (dessen Musik man gerne hassen kann, seine wichtige Position im Musik und vor allem Musical-Geschäft darf man jedoch nicht ignorieren) nicht, am Piano zu sitzen.
Das Grundverständnis ist bei uns völlig anders. Ob der Song gut oder schlecht ist, peinlich ist der ESC doch irgendwie ein bisschen. Wenn man eine höhere Platzierung ergattert, wie mit den Spaßsongs von Horn und Raab, dann freuen sich alle gemeinsam, und wenn man hinten landet, dann habens eh alle gewusst. Ich nehme mich von dieser Haltung auch nicht aus, schließlich sitze ich mit meinen Freunden einmal im Jahr zusammen in voller Erwartung, das alles Scheiße zu finden. Warum man also in der ARD daraus jedesmal so einen Staatsakt machen muss, verstehe ich nicht.
Wenn ich dazu auch noch vergleiche, was sich Serbien im vergangenen und Moskau in diesem Jahr haben einfallen lassen, in Sachen Bühnenbau und -dekoration und dann daran denke, wie unsere Echo-Verleihung aussah, dann wäre mir sowieso lieber, der ESC käme nicht nach Deutschland, wo wir uns dann so präsentieren würden. Am besten mit Schöneberger und Pocher als Moderatorenteam *lach*. Nee.

Samstag, 16. Mai 2009

Nachlese - der ESC 2009

Es ist jetzt Viertel vor Drei morgens, ich bin gerade heimgekommen von unserer alljährlichen Lästerrunde zum Eurovision Song Contest, in der wir diesmal eigentlich gar nicht soo viel zum Lästern hatten, erstaunlicherweise. Ganz ohne Alkohol, sondern mit Kinderbowle, Häppchen, Rohkost und Dips, die von unseren Freunden wieder liebevoll zusammengestellt wurden (ein Dankeschön an dieser Stelle) mussten wir am Ende ernüchtert feststellen, dass wir dieses Jahr einen der besseren Grand Prixs der letzten Jahre gesehen haben. Dass keiner von uns mit dem Siegertitel zufrieden ist, steht da natürlich auf einem anderen Blatt. Diese komische kindliche Zac-Efron-Lookalike Grinsebacke Alexander Rybak, der erst mit einem irischen Gute Laune Sound antäuschte, um dann in eine Popmusical-Nummer hineinzuschlenzen, deren Refrain er unverständlicherweise ins Mikro schreien musste, ist halt überhaupt nicht mein Ding. Wenn gute Laune, dann bitte aus Moldawien! Der Kommentator Tim Frühling konnte es leider überhaupt nicht mit Peter Urban aufnehmen, ich glaube, Frühling fand irgendwie alles toll. Zynismus, Bissigkeit, Sarkasmus, überhaupt Humor - Fehlanzeige. Ich finde ja, dass man diesen Contest nicht so bierernst nehmen sollte. Einzig nennenswerter Kommentar: Als Rybak am Ende als Sieger auf der Bühne stand und nach seinen Eltern Ausschau hielt, meinte Frühling "Der kleine Alexander möchte bitte von der Bühne abgeholt werden" - da musste ich dann schon sehr lachen. Die Moderatoren waren diesmal besser als beim Halbfinale, unaufdringlich, hielten sich im Hintergrund. Warum einige der aus den jeweiligen Ländern zugeschalteten Leute, die die Votings abgeben, glauben, da eine 2minütige Personalityshow abziehen zu müssen, weiß ich immer nicht. Was mich ein wenig irritiert hat, war die Tatsache, dass offenbar alle Künstler, die erst durch ein Halbfinale mussten, nur eine Bühnengarderobe dabei hatten. Warum zieht man denn zum Finale nicht was anderes an? Das die Klamotten auch immer auf das Bühnenbild und die Show abgestimmt sind, ist klar, trotzdem muss doch ein wenig Flexibilität möglich sein. Übrigens, gutes Stichwort: das Bühnenbild war wieder oberklasse. Moskau hat hier definitiv geklotzt und nicht gekleckert.
Aber der Reihe nach, mal gucken, was ich noch von diesem Abend erinnern kann (nach einem nächtlichen Spaziergang über die Warschauer Str. bin ich jetzt eh wieder putzmunter) - ich gehe mal die Plätze ab:
Platz 1 Norwegen Alexander Rybak "Fairytale" siehe oben. Kein Lied, das mir gefallen hat.
Platz 2 Island Yohanna "Is It True?" Wunderschöne Frau, grandiose Stimme, langweiliger Song und potthässliches Kleid.
Platz 3 Aserbaidschan Aysel & Arash "Always" Übelster Schund, wenn Sie diesen Song mögen, dann könnte Ihnen auch Dr. Alban gefallen... Und wer diese Klamotten kreiert hat, gehört gefoltert. Übrigens ein neuer Trend: Miniröcke, die so kurz sind, dass sie gerade noch die Scham bedecken.
Platz 4 Türkei Hadise "Düm tek tek" Nicht der beste Song der Türkei, tut zwar nicht weh, aber vierter Platz meiner Meinung nach unverdient
Platz 5 UK Jade Ewen "My Time" Och Gott, ob da nun Andrew Lloyd Webber am Klavier gesessen hat oder wer anders hat den Braten nicht fett gemacht. Der Song ist nett, würde ich ihn im Radio hören, würd ich nicht wegschalten. Schön für die UK, dass sie mal wieder mit was Gutem auf die vorderen Plätze gelangt sind.
Platz 6 Estland Urban Symphony "Rändajad" Sehr ruhiger Song, ohne Firlefanz vorgetragen, hat mir sehr gut gefallen! Mein persönlicher Platz 5.
Platz 7 Griechenland Sakis Rouvas "This Is Our Night" Dieses hüpfende Becken nach vorne stoßende schmierige Etwas da auf der Bühne empfand ich als Beleidigung der Zuschauer. Absolut ätzend, wenn das sexy sein sollte, dagegen kommt ja Ricky Martin richtig männlich rüber.
Platz 8 Frankreich Patricia Kaas "Et s'il fallait le faire" Mme Kaas hat eine grandiose Stimme und hat hier wieder den Chanson in den ehemaligen Chanson-Wettbewerb gebracht. Trotzdem, der letzte Biss hat dem Song leider gefehlt.
Platz 9 Bosnien-Herzegowina Regina "Bistra Voda" Ein wenig zu theatralisch. Wenn die Türkei Popcorn-Movie war, dann ist dies Arthouse. Jedoch kein schlechter Titel.
Platz 10 Armenien Inga & Anush "Jan Jan" MEIN absoluter Lieblingstitel. Unsere Freunde fanden den ganz grausam, ich werde nachher bei iTunes nach dem Titel schauen, toller Rhythmus, orientalisch, folkloristisch aber trotzdem modern und tierisch tanzbar. Mein persönlicher Platz 1.
Platz 11 Russland Anastasija Prichodko "Mamo" Mal abgesehen davon, dass die Künstlerin offenbar die nächste Gardine gegriffen und sich über den Busen geschnallt hat, war das ein anstrengendes Lied. Nicht mein Ding, wenn ich jedoch zugeben muss, dass der Trick, sie über die Monitore im Hintergrund äußerlich altern und zu ihrer Mutter werden zu lassen, irgendwie gut gedacht war.
Platz 12 Ukraine Svetlana Loboda "Be My Valentine" St.Pauli Schlampen aus der Ukraine in Moskau. Sorry, aber das war unterste Schublade!! Aber Frau Uhse oder Tante Orion bedanken sich bestimmt für den Kauf der Bühnengarderobe. Der Song war im Übrigen auch schlecht, und Svetlana sang ein wenig neben der Melodie.
Platz 13 Dänemark Brinck "Believe Again" Aus der Sparte "tut nicht weh", aber zuviel Ronan Keating, den ich auch nicht mag.
Platz 14 MoldawienNelly Ciobanu "Hora Din Moldova" Genau mein Geschmack. Pfeffer im Arsch aber nicht nuttig, toller Sound, Folklore plus modern, Spaß auf der Bühne, meine Beine, die sofort mittanzen wollten. Mein persönlicher Platz 2.
Platz 15 Portugal Flor-de-Lis "Todas As Ruas Do Amor" Beim 2.Mal hören nicht  mehr ganz so schön wie im 1. Halbfinale, aber trotzdem schon aufgrund des Prilblumen-Bühnenbilds eine Wohltat. Mein persönlicher Platz 4.
Platz 16 Israel Noa & Mira Awad "There Must Be Another Way" Guter Gedanke, aber leider völlig langweilig und austauschbar.
Platz 17 Albanien Kejsi Tola "Carry Me In Your Dreams" Ich kann mich beim besten Willen nicht mehr an den Song erinnern, muss also weder toll noch grottenschlecht gewesen sein.
Platz 18 Kroatien Igor Cukrov ft. Andrea "Lijepa Tena" KÖRPERVERLETZUNG! Boah war das schlecht. Und dann dieses Schleimchengetue des Sängers. Und die Reiterstiefel!!! Ganz schlimm!
Platz 19 Rumänien Elena "The Balkan Girls" Naja. Also. Die Blumenmädchen waren nett anzusehen, die Sängerin hübsch, und der Titel hätte schlimmer sein können.
Platz 20 Deutschland Alex Swings Oscar Sings ft. Dita van Teese "Miss Kiss Kiss Bang" Also jetzt mal ehrlich, wir hatten schon schlimmere Beiträge, und dieser Song war tatsächlich um Längen besser als beispielsweise Griechenlands Beitrag oder Aserbaidschan. Der Titel wurde gut vorgetragen, Herr Loya kann singen, Frau van Teese bringt all ihre Organe offenbar im rechten Oberschenkel unter und war tatsächlich eine Augenweide. Ich fands gar nicht so schlecht und hab nach der Performance durchaus gehofft, dass man so auf den Plätzen zwischen 10 und 15 landet.
Platz 21 Schweden Malena Ernman "La Voix" Schade um ihre schöne Stimme und die offenbare Motivation. Der Titel war jedoch grausig.
Platz 22 Malte Chiara "What If We" Dieser Titel bestand irgendwie nur aus Refrain und war daher auch völlig langweilig.
Platz 23 Litauen Sasha Son "Love" Ruhiger, aber richtig schöner Titel. Hat mir sehr gut gefallen, sehr schön vorgetragen auch von Sasha Son. Mein persönlicher Platz 3.
Platz 24 Spanien Soraya "La noche es para mi" Die Nummer hab ich eigentlich schon wieder vergessen, austauschbar, uninteressant. Und Soraya sah aus, als ginge sie gleich zum lateinamerikanischen Tanzwettbewerb, nein, nicht mein Ding.
Platz 25 Finnland Waldo's People "Lose Control" Bitte sofort zurück in den finnischen Wald. Oder zum nächsten Autoscooter. Diese Nummer hat absolut zu Recht den letzten Platz "ergattert". Das war echt peinlich.


Und weil am Ende der Show auch immer der Gewinner nochmal singen darf, hier für euch mein persönlicher Platz 1, Armeniens Inga & Anush mit "Jan Jan".